Tamara wächst als jüngstes von acht Kindern, behütet in einem kleinen Dorf im Kanton Aargau auf. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr verläuft ihr Kinderleben zwischen rosarot und himmelblau, nichts kann das Glück trüben. Dann stirbt der Vater an Krebs, und der Verlust hinterlässt eine klaffende Wunde in ihrer Seele. Der Schmerz wird zu ihrem ständigen Begleiter, er lässt sich mit nichts betäuben. Bis sie als Jugendliche Bekanntschaft mit Kokain macht. Sie versteckt den Konsum so geschickt, dass niemand auf die Idee kommt, dass sie Drogen konsumieren würde.
Beruflich ist die vife, junge Dame sehr erfolgreich, verdient gutes Geld, aber der Schmerz tief in ihr, will betäubt werden. Immer wieder von neuem. Und noch immer ahnt niemand etwas von ihrer Kokainsucht.
Tamara lernt einen attraktiven, um ein paar Jahre älteren Mann kennen und erhoft sich von ihm, dass er sie als weisser Ritter aus der Sucht befreit. Es kommt ganz anders. Auch er erliegt dem Kokain und die beiden stürzen ab. Irgendwann haben sie keine Jobs mehr und das Geld geht zur Neige. Während fünf Jahren finanzieren sie sich ihre Sucht mit 13 Raubüberfällen, und die Polizei tappt bis zum Schluss im Dunkeln. Als sie endlich von einer Sondereinheit dingfest gemacht werden, beginnt für Tamara ein schwerer Weg zurück ins Leben.
Nach rekordlanger Untersuchungshaft, verbringt sie freiwillig einige Monate im Hochsicher-heitsgefängnis in Lonay VD, bevor sie ins Frauengefängnis nach Hindelbank BE verlegt wird. Der Gefängnisalltag ist hart und insbesondere die medizinische Versorgung ist nur rudimentär, was Tamara mehrmals schmerzhaft zu spüren bekommt.
Trotz allem bleibt sie ihrem Ziel immer treu, das Gefängnis als besserer Mensch verlassen zu wollen,um wieder zu einem respektierten Mitglied der Gesellschaft zu werden.
Nun ist sie im richtigen Berufsleben angekommen und in der Gesellschaft.